Rehbeine sehen auf den ersten Blick ein bisschen archaisch aus. Ein ganzes Unterbein vom Reh, mit Huf, Fell und Knochen. Genau das ist aber der Punkt. Für einen Hund ist so ein Bein das Natürlichste, was man ihm geben kann, und für den Halter einer der Kauartikel, die am längsten halten. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die du wissen solltest, bevor du das erste Mal eins hinlegst.
Was ist ein Rehbein genau?
Das getrocknete Unterbein vom Reh, also der Teil unterhalb des Sprunggelenks. Darin stecken Knochen, Sehnen, Haut mit Fell und der Huf. Alles zusammen ergibt einen Kauartikel, an dem ein Hund lange arbeitet, weil jede Schicht anders ist. Erst das Fell, dann die Sehnen, am Ende der Knochen. Unsere Rehbeine kommen im Zweierpack und sind nur getrocknet, ohne irgendwas.
Sind Rehknochen gefährlich?
Das ist die Frage, die ich am häufigsten höre. Rehknochen sind kleiner und weicher als Rinderknochen und splittern weniger. Aber es bleiben Knochen. Deshalb drei Regeln:
- Nur für ruhige Kauer. Ein Hund, der Knochen am Stück abbeißt und schlingt, bekommt kein Rehbein. Der bekommt Rinderkopfhaut oder Kauholz.
- Nur unter Aufsicht. Nicht hinlegen und zur Arbeit fahren.
- Rest wegnehmen. Sobald das Stück so klein ist, dass es ins Maul passt, ist Schluss.
Nicht geeignet sind Rehbeine für Welpen, für Hunde mit brüchigen Zähnen und für Hunde, die zu Verstopfung neigen. Knochen binden den Kot, das ist bei manchen Hunden zuviel des Guten.
Warum mit Fell?
Das Fell wird nicht verdaut. Es wandert durch den Darm und nimmt dabei alles mit, was sich dort angesammelt hat. Viele Halter nutzen Fellkauartikel genau deshalb, als eine Art natürliche Darmbürste. Du siehst die Haare später im Kot, das ist normal. Wer das nicht möchte, greift zu Rehohren ohne Fell oder zur Rehhaut ohne Fell.
Für welche Hunde?
Mittlere bis große Hunde mit starkem Kaubedürfnis, die ruhig und ausdauernd kauen. Für einen 25 Kilo Hund ist ein Rehbein ein Projekt für mehrere Tage. Kleine Hunde unter 10 Kilo bekommen eher Rehohren, die sind weicher und schneller durch.
Reh bei Allergien
Reh gehört zu den Tierarten, die kaum ein Hund vorher gefressen hat. Deshalb ist Wild eine der ersten Alternativen bei einer Ausschlussdiät. Unsere Rehbeine bestehen zu 100 Prozent aus Reh, da ist nichts anderes dran. Wer seinen Hund auf Wild umstellt, findet in der Kategorie Wild für Hunde noch Rehrippen, Hirschhaut, Hirschohren und Wildschweinhaut.
Wie oft ein Rehbein?
Eins pro Woche reicht völlig. Es hält ja ohnehin mehrere Tage. Zwischendurch wegräumen, wenn der Hund es liegen lässt, und wieder rausholen. Trocken aufbewahrt verdirbt es nicht. Wenn es anfängt zu riechen oder schmierig wird, weg damit.