Pferdefleisch ist in Deutschland für Menschen fast vom Teller verschwunden, für Hunde erlebt es seit Jahren ein Comeback. Der Grund ist einfach: Es ist die Fleischsorte, auf die Tierärzte ausweichen, wenn Huhn, Rind und Lamm nicht mehr gehen. Hier erfährst du, warum, und worauf du beim Füttern achten solltest.
Warum Pferdefleisch bei Allergien?
Die meisten Futterallergien richten sich gegen Eiweiße, die der Hund über Jahre oft bekommen hat. Huhn und Rind stehen ganz oben, weil sie in fast jedem Futter stecken. Pferd hat kaum ein Hund vorher gefressen, deshalb hat das Immunsystem keine Antikörper dagegen gebildet. Man nennt das Novel Protein, also eine neue Eiweißquelle. Bei einer Ausschlussdiät, bei der der Hund sechs bis acht Wochen nur eine Tierart bekommt, ist Pferd deshalb eine der ersten Wahlen.
Wichtig dabei: Auch die Snacks müssen vom Pferd sein. Ein einziger Hühnerkeks zwischendurch und das Ergebnis der Diät ist wertlos. Deshalb sind alle unsere Pferdeprodukte Monoprotein, also aus einer Tierart und sonst nichts.
Was macht Pferdefleisch sonst noch gut?
Es ist mager. Unser getrocknetes Pferdefleisch hat rund 4 Prozent Fett bei 72 Prozent Eiweiß. Pferdekopfhaut liegt sogar bei 2,3 Prozent Fett. Das macht Pferd zur ersten Wahl für übergewichtige Hunde, Senioren und Hunde mit empfindlicher Bauchspeicheldrüse. Dazu ist es reich an Eisen und B Vitaminen und enthält weniger Cholesterin als Rind.
Welches Pferdeprodukt für was?
- Training: Pferdefleisch Mini Würfel oder Pferdelunge Würfel. Klein, weich, in einer Sekunde weg.
- Unterwegs: Pferdefleisch Riegel oder Pferde Kabanossi zum Abbrechen.
- Kauen: Pferdekopfhaut, Pferdehaut mit Fell, Pferdeunterbein für Kraftkauer.
- Verdauung: Pferdemagen und Pferdehaut mit Fell, das Fell wirkt wie Ballaststoff.
- Wurst: Wuffwurscht Pferd mit 97 Prozent Muskelfleisch, schnittfest zum Würfeln.
Wie viel Pferdefleisch am Tag?
Als Snack die übliche Grenze: höchstens zehn Prozent der Tagesration. Für einen 20 Kilo Hund sind das 30 bis 40 Gramm getrocknetes Fleisch. Weil Pferd so mager ist, kannst du im Rahmen dieser Grenze großzügiger sein als bei Rind oder Schwein. Als Hauptfutter ersetzt Pferdefleisch andere Fleischsorten eins zu eins.
Ist Pferdefleisch ethisch okay?
Die Frage kommt öfter, und sie ist berechtigt. Unsere Produkte werden in der EU in Lebensmittelqualität hergestellt, nach HACCP und mit regelmäßiger veterinärmedizinischer Kontrolle. Keine Konservierungsstoffe, keine Aromen, keine Farbstoffe.
Für welche Hunde ist Pferd nichts?
Für Hunde, die schon lange Pferd bekommen und darauf reagieren. Das ist selten, kommt aber vor, denn jede Tierart kann irgendwann zum Allergen werden, wenn man sie lange genug füttert. Deshalb empfehlen wir, auch bei Allergikern ab und zu zwischen Pferd, Fisch, Wild und Ziege zu wechseln, sobald die Diät abgeschlossen ist und klar ist, was der Hund verträgt.
Alle Produkte vom Pferd findest du in der Kategorie Pferdefleisch und Kauartikel vom Pferd. Für andere seltene Proteinquellen schau in Monoprotein Snacks.