Ja, Hunde dürfen Fisch essen. Und viele sollten sogar mehr davon bekommen, als sie bekommen. Fisch liefert hochwertiges Eiweiß und Omega 3 Fettsäuren, die ein Hund selbst nicht bilden kann. Wer einen Hund mit stumpfem Fell, trockener Haut oder ständigem Kratzen hat, sieht nach ein paar Wochen Fisch oft einen Unterschied. Die Frage ist nur, welcher Fisch und in welcher Form.
Welche Fischarten eignen sich?
Grundsätzlich fast alle Speisefische. Besonders gut sind:
- Lachs: viel Omega 3, aber auch fettreich. Für normalgewichtige Hunde super, für Diäthunde lieber den Lachskopf, der hat nur 8,6 Prozent Fett.
- Kabeljau, Seehecht, Rotbarsch: magere Weißfische mit viel Eiweiß. Ideal fürs Training und für Hunde, die abnehmen sollen.
- Sardinen, Sardellen, Sprotten: kleine Fische, kaum Schadstoffe, viel Omega 3. Man kann sie im Ganzen füttern.
- Flunder: heimischer Plattfisch, getrocknet als ganzer Fisch ein richtiges Kauprojekt.
- Thunfisch: gut, aber nicht täglich, wegen Quecksilber. Mehr dazu in unserem Beitrag Dürfen Hunde Thunfisch essen.
Welchen Fisch besser nicht?
Geräucherter Fisch, weil zu viel Salz. Fisch in Marinade oder Sauce, wegen Gewürzen und oft Zwiebeln. Roher Süßwasserfisch, weil er häufiger Parasiten trägt als Seefisch. Und ganz generell: nichts, was paniert oder frittiert ist. Das Fischstäbchen vom Teller ist kein Hundesnack, auch wenn der Blick noch so treu ist.
Roh, gekocht oder getrocknet?
Roher Fisch ist beim Barfen üblich, hat aber zwei Haken. Parasiten, und ein Enzym namens Thiaminase, das Vitamin B1 abbaut. Beides verschwindet beim Erhitzen und beim Trocknen. Gekochter Fisch ist sicher, aber die Gräten musst du raus machen und der Hund hat ihn in zwei Sekunden weg.
Getrockneter Fisch ist aus meiner Erfahrung die praktischste Form. Die Gräten werden beim Trocknen spröde und zerfallen beim Kauen, Keime werden abgetötet, und der Hund hat was zu tun. Dazu kommt, das nichts rein muss. Bei unseren Fischsnacks steht in der Zutatenliste genau ein Wort.
Fisch bei Allergien
Die meisten Futterallergien bei Hunden richten sich gegen Huhn und Rind, weil die in fast jedem Futter stecken. Fisch haben viele Hunde noch nie bekommen. Deshalb gehört er zu den ersten Alternativen, die Tierärzte bei einer Ausschlussdiät vorschlagen. Wichtig dabei: eine Fischart, nicht ein Mix. Deshalb ist bei uns jeder Fischsnack aus genau einer Sorte.
Wie viel Fisch für den Hund?
Als Snack gilt die übliche Grenze von zehn Prozent der Tagesration. Fischsnacks sind meistens fettarm, deshalb darf es im Rahmen dieser Grenze ruhig täglich sein. Als Hauptmahlzeit ersetzt Fisch Fleisch eins zu eins, dann aber bitte abwechseln und nicht nur eine Sorte über Monate.
Riecht das nicht furchtbar?
Ein bischen, ja. Für den Hund ist das der ganze Reiz. Auch Hunde, die sonst wählerisch sind, greifen bei Fisch zu. Die Beutel sind wiederverschließbar, und solange sie zu sind, riecht die Küche nach nichts.
Wer nicht weiß, womit er anfangen soll: Das Probierpaket Fisch hat sieben Sorten drin. Alle anderen stehen in der Kategorie Fisch für Hunde.